🌿 Heilpflanze
Große Klette
Arctium lappa
Geschichte & Hintergrund
Der Name 'Arctium' leitet sich vom griechischen Wort 'arcos' ab, was 'Bär' bedeutet. Dies ist auf das äußere Erscheinungsbild der Pflanze zurückzuführen, deren Blütenköpfe durch ein steifes, hakig-gekrümmtes 'Pelz' aus Stacheln umgeben sind – ein Aussehen, das an einen Bären erinnert. Unsere Vorfahren nutzten die Wurzel traditionell als Amulett bei Augenleiden und legten die Pflanze bei heftigen Krämpfen unter das Bett, was auf ihre starke reinigende und beruhigende Wirkung hindeutet.
Eigenschaften
- Blutreinigend (Haemopoietisch)
- Leber- und Nierenaktivierend
- Entgiftend (Detox)
- Bitterstoffreich
Anwendungsgebiete
- Reinigung des Blutes (Blutreinigung)
- Unterstützung der Leber- und Gallenfunktion
- Entgiftung bei Belastung durch Lösungsmittel oder Antibiotika
- Stabilisierung des Blutzuckerspiegels (dank Inulin in der Wurzel)
Zubereitung
1. Tee: Am besten eignet sich ein Tee aus den jungen Blättern. Die Blätter können auch als nussig schmeckende Delikatesse (Klettenmark) gegessen werden. 2. Tinktur (Reinigende Wirkung): Blätter und Wurzel zu gleichen Teilen zerkleinern und in doppelter Menge 40-prozentigem Alkohol einlegen. 14 Tage in der Wärme stehen lassen, filtern und 3-mal täglich eintrinken.
Fundort & Vorkommen
Bevorzugt findet man sie auf Schuttplätzen, Mauern, Dämmen und an Bachufern, da sie an gestörten Böden sehr robust wächst.