🌿 Heilpflanze
Stinkasant
Asa foetida
Geschichte & Hintergrund
Der Stinkasant wird in der Naturheilkunde oft mit dem ausgestorbenen Heilkraut Silphium verglichen. Dieses Kraut spielte in der Antike eine revolutionäre Rolle, da es, wie die Dioskurides-Schriften belegen, zur Empfängnisverhütung und zur Abtreibung verwendet wurde und dadurch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen auslöste. Bereits im Mittelalter war der Stinkasant ein teurer Import, von Mönchen genutzt, deren Wissen über dessen reproduktive Wirkung bis heute nachwirkt. Ungeachtet seines abstoßenden Namens ist er ein historisch bedeutsames Kraut, das über Jahrtausende hinweg zur Kontrolle der weiblichen Fortpflanzung genutzt wurde.
Eigenschaften
- Stark duftend (oft als abstoßend beschrieben)
- Doldenblütler (ApiACEAE)
- Starke reproduktive Wirkung (Emmenagogisch und abortiv)
- Wird traditionell zur Regulierung des Zyklus eingesetzt
Anwendungsgebiete
- Kontrazeption (Empfängnisverhütung)
- Abbrechen von Schwangerschaften (abortiv)
- Regulierung des Menstruationszyklus (durch eine frühere, schwächere und kürzere Blutung)
Zubereitung
Am besten wird der Stinkasant als Aufguss (Infusion) oder Tee zubereitet, wobei der Samen oder die Blätter verwendet werden. Aufgrund seiner starken Wirkung und seines intensiven Geruchs sollte er nicht übermäßig dosiert werden.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich Asien und das orientalische Mittelmeergebiet. Historisch wurde er als teurer persischer Import gehandelt.