⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Tollkirsche
Atropa belladonna
Geschichte & Hintergrund
Der Name 'Belladonna' leitet sich vom Italienischen für 'schöne Dame' ab. Die Pflanze ist berüchtigt für ihre außerordentliche Schönheit und die damit verbundene tödliche Gefahr. In der Antike galt sie bereits als Giftpflanze und wurde daher in der Mythologie oft mit Verführung, Verhängnis oder göttlichem Zorn assoziiert. Aufgrund ihrer potenziell tödlichen Wirkung ist ihr Umgang ausschließlich auf die Hände eines erfahrenen Fachmanns beschränkt.
Eigenschaften
- Äußerst giftig (Toxikum)
- Reich an Tropanalkaloiden wie Atropin und Hyoscyamin
- Wirkt stark antispastisch und parasympathomimetisch, was in niedriger Dosierung therapeutisch genutzt wird.
Anwendungsgebiete
- ACHTUNG: Wegen der extremen Giftigkeit darf diese Pflanze nicht ohne professionelle Anleitung verwendet werden. Die folgenden Anwendungen beziehen sich auf historisch belegte (und nur in stark verdünnter, pharmazeutischer Form nutzbare) Verwendungsgebiete:- Spasmen und krampfartige Beschwerden (bei äußerster Vorsicht und in Urtinktur-Form)
Zubereitung
Die Zubereitung erfolgt historisch und traditionell über verschiedene Wege (z.B. Tinkturen, Extrakte), wobei die Dosierung absolut kritisch ist. Häufig wird eine Urtinktur verwendet, wobei sowohl die Ober- als auch die Unterirdischen Teile (Blätter, Blüten, Beeren, Wurzeln) unterschiedliche Verarbeitungen durchlaufen, abhängig vom jeweiligen Heilverfahren (z.B. als frischer Saft oder als getrockneter Extrakt).
Fundort & Vorkommen
Hauptsächlich in den Bergregionen Europas, Asiens und Südamerikas zu finden. Sie wächst auf sonnigen Standorten.