🌿 Heilpflanze
Buschbohne
Phaseolus nanus
Geschichte & Hintergrund
Der Gattungsname Phaseolus, schon bei Dioskurides und Aristophanes gebräuchlich, leitet sich vom griechischen phaselos – langer, schmaler Kahn ab, nach der Form der Hülsen. Die von den antiken Autoren erwähnten Bohnenarten beziehen sich allerdings auf die Ackerbohne; die Stammform der Buschbohne gelangte erst nach der Entdeckung Amerikas im 16. Jahrhundert nach Europa. Heilkundlich interessant sind nicht die Bohnen selbst, sondern die Hülsen ohne Samen – die Bohnenschalen.
Eigenschaften
- Harntreibend: Fördert die Harnausscheidung spürbar, daher bei Wasseransammlungen gebraucht.
- Blutzuckersenkend: Madaus führt sie als am häufigsten verordnetes pflanzliches Mittel bei Zuckerkrankheit.
- Kieselsäurereich: Die Hülsen enthalten Kieselsäure und Mineralstoffe.
- Einjährig: 30 bis 60 cm hoch, mit nicht windenden, stark verzweigten Stengeln.
Anwendungsgebiete
- Zuckerkrankheit
- Wasseransammlungen und Ödeme
- Nieren- und Blasenbeschwerden
- Steinleiden der Harnwege
- Chronischer Rheumatismus und Gicht
- Ekzeme
Zubereitung
Verwendet werden die Bohnenschalen, also die Hülsen ohne Samen. Üblich sind 15 bis 20 g der Schalen als Aufguss. Wichtig: Rohe Bohnen und Hülsen enthalten Phasin und dürfen nie roh verzehrt werden; für den Tee werden die Schalen getrocknet und abgekocht.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich aus dem tropischen Südamerika. In Europa seit dem 16. Jahrhundert angebaut, heute über die ganze Erde verbreitet.