🌿 Heilpflanze
Koriander
Coriandrum sativum
Geschichte & Hintergrund
Der Koriander galt bereits im Altertum als edles Heil- und Gewürzmittel. Die Verwendung ist so weit gefasst, dass er in vielen Kulturen wichtige Namen trug. Bei den antiken Griechen wird er als Korianon, und von arabisch-persischen Ärzten als Kuzbarah oder Kuzbarat Tikdat bezeichnet. Seine Anbaugebiete erstreckten sich über Südeuropa und den gesamten Orient. Bereits heute ist er ein weltweit kultiviertes Gewürz.
Eigenschaften
- Enthält ätherische Öle, darunter Pinen und Linalool.
- Wirkung auf die Muskulatur des Verdauungsapparates (spasmolytisch).
- Besitzt antibakterielle Eigenschaften.
- Das Öl enthält nicht nur Duft-, sondern auch medizinisch wirksame Komponenten.
Anwendungsgebiete
- Mittel bei Magenbeschwerden (altzeitlich bekannt als Magenmittel).
- Entspannung der Muskulatur des Verdauungstraktes (krampflösend).
- Hilfe bei der Behandlung von bakteriellen Verdauungsstörungen.
- Die Samen und die Frucht werden oft aufgrund ihres würzigen Aromas und ihrer traditionellen Heilkraft genutzt.
- Tiefenmobilisierung von Schwermetallen (nur mit Binder wie Chlorella)
- Abschlussphase einer mehrwöchigen Ausleitungskur
- Verdauungsförderung als Gewürz
Zubereitung
Der Koriander wird primär als Gewürz oder als ätherisches Öl verwendet. Für die Heilzwecke kann er getrocknet als Tee (Koriandertee) aufgebrüht oder in einer Tinktur (hochkonzentriertes Pflanzenextrakt) verwendet werden. Die Samen können auch zerstoßen und als wärmendes, anregendes Pulver eingesetzt werden.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich Südeuropa und der Orient; heute weltweit und oft kultiviert (anbaugebundenes Gewürz und Heilkraut).