⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Eibe
Taxus baccata
Geschichte & Hintergrund
Taxus geht auf die indogermanische Wurzel teks – künstlich herstellen zurück, wegen der Verwendung des Holzes für Schnitzereien und Bögen; baccata heißt beerentragend. Die giftigen Eigenschaften der Eibe waren früh bekannt: Dioskurides, Plinius und Julius Cäsar berichten von der Giftigkeit der italienischen Eibe, die Durchfall und Tod verursachen könne. Shakespeare spricht von den „zwiefach tödlichen" Eibenbogen. Als Friedhofsbaum gilt sie seit jeher als Baum zwischen Leben und Tod.
Eigenschaften
- Sehr giftig: Nadeln, Rinde, Holz und Samen sind stark giftig; lebensgefährlich schon in kleinen Mengen.
- Herzwirksam: Madaus beschreibt eine spezifische Herzwirkung, die der des Fingerhuts in gewissem Sinne entgegengesetzt ist.
- Roter Samenmantel: Nur der fleischige rote Mantel ist ungiftig – der Samen darin jedoch nicht.
- Sehr langlebig: Der immergrüne Baum wird bis 17 m hoch und kann Jahrhunderte alt werden.
Anwendungsgebiete
- Historisch bei rheumatischen Beschwerden
- In der älteren Literatur bei Herzbeschwerden erwähnt
- Nur in stark verdünnter homöopathischer Zubereitung gebräuchlich
Zubereitung
Madaus nennt die frischen Blätter beziehungsweise jungen Zweigspitzen, ausschließlich in stark verdünnter Zubereitung. Die Eibe ist sehr giftig und für jede Form der Selbstanwendung ungeeignet. Schon wenige Nadeln können bei Kindern und Haustieren zu schweren Vergiftungen führen. Zur klinischen Anwendbarkeit vermerkt Madaus selbst, sie bedürfe noch der Erprobung.
Fundort & Vorkommen
In Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika, in schattigen Laub- und Mischwäldern. Häufig auf Friedhöfen und in alten Parks gepflanzt.