🌿 Heilpflanze
Fenchelholzbaum
Sassafras officinalis
Geschichte & Hintergrund
Sassafras leitet sich vom spanischen sassafras – steinbrechend ab. Ihres angenehmen Aromas wegen nutzten die Ureinwohner Nordamerikas die Wurzelrinde unter dem Namen Pavane lange als Kaumittel und als Zusatz zu erfrischenden Getränken. Als Heilmittel stand sie vor allem als Blutreinigungsmittel in hohem Ansehen und gelangte in dieser Rolle nach Europa, wo sie über Jahrhunderte zu den klassischen Frühjahrskuren zählte.
Eigenschaften
- Blutreinigend: Der klassische Einsatz in den überlieferten Ausleitungskuren.
- Harntreibend: Regt die Nierentätigkeit deutlich an.
- Schweißtreibend: Fördert die Hauttätigkeit, daher bei Ausschlägen gebraucht.
- Aromatisch: Das ätherische Öl riecht deutlich nach Fenchel – daher der deutsche Name.
Anwendungsgebiete
- Hautunreinheiten, Pickel und Pusteln
- Hautausschläge und chronische Hautleiden
- Anregung von Nieren- und Hauttätigkeit
- Wasseransammlungen
- Rheumatische Beschwerden
Zubereitung
Verwendet werden Wurzelholz und Wurzelrinde. Üblich sind 0,5 bis 2 g des Pulvers oder zwei bis drei Teelöffel (8 bis 12 g) des Holzes als kalter Auszug täglich. Das reine ätherische Öl ist stark wirksam und gehört nicht in die Selbstanwendung.
Fundort & Vorkommen
In den Wäldern des östlichen Nordamerika. Der Baum wird 6 bis 8 Meter hoch, mit grauer, später gelblichbrauner Borke.