🌿 Heilpflanze
Gnaphalium
Ruhrkraut
Geschichte & Hintergrund
Die Verwendung des Ruhrkrauts ist seit der Antike in der traditionellen Medizin belegt. Aufgrund der großen Artenvielfalt des Genus wurden spezifische Unterarten über Jahrhunderte hinweg für unterschiedliche Leiden eingesetzt. Es gilt als Heilpflanze, die in den Schatzkästen der Volksmedizin weltweit einen festen Platz gefunden hat, insbesondere bei entzündlichen Darmschleimhautreizungen und Hautinfektionen.
Eigenschaften
- Diuretisch (harntreibend)
- Adstringierend (zusammenziehend)
- Entzündungshemmend (anti-inflammatorisch)
- Krampflösend (spasmolytisch)
- Anthelmintisch (wurmlösend)
Anwendungsgebiete
- Ruhr und Durchfall (Diarrhö)
- Hautentzündungen und Geschwülste
- Blasen- und Harnwegsbeschwerden (Diuretikum)
- Flüssigkeits- und Gallenstauerkrankungen (Cholismus)
- Husten und Atemwegsinfektionen
Zubereitung
Traditionell wird das Kraut oder die Blüten in Form von Tees (Aufguss), Teesud oder als Weichmazel (Cataplasma) angewendet. Aufgrund des hohen ätherischen Ölgehalts sind ätherische Öle und Tinkturen ebenfalls gängige Zubereitungsformen.
Fundort & Vorkommen
Weltweit verbreitet; Neotropen (Süd- und Nordamerika), Paläarktis (Mittel- und Südeuropa) sowie Asien.