🌿 Heilpflanze
Hopfen
Humulus lupulus
Geschichte & Hintergrund
Ursprünglich wurde Hopfen bei den alten Völkern zwar schon als Gemüse (Hopfenspargel) verwendet. Seine medicinale Bedeutung wurde jedoch von den Mönchen entdeckt: Sie stellten fest, dass er den sexuellen Trieb beruhigt und anaphrodosierend wirkt. In England war seine Nutzung bis ins 14. Jahrhundert hinein verboten. Die entscheidende Wende kam mit dem Reinheitsgebot von 1516, das Hopfen zusammen mit Gerstenmalz und Wasser als einzig erlaubte Zutat für Bier festlegte und somit die Grundlage für die moderne Nutzung legte.
Eigenschaften
- Beruhigend und schlaffördernd
- Bitter (charakteristisch für den Geschmack)
- Anti-aphrodisierend (verringert sexuelle Spannungen)
- Reizlindernd und entkrampelnd
Anwendungsgebiete
- Nervöse Unruhe und Angstzustände
- Schlafstörungen
- Nervöse Magen- und Herzbeschwerden
- Beruhigung des Nervensystems
Zubereitung
Die Wirkstoffe sind hauptsächlich in den weiblichen Zapfen zu finden. Sie können als Tee zubereitet werden: 2 gehäufte Teelöffel getrocknete Hopfenzapfen mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 5–10 Minuten ziehen lassen. Aufgrund des bitteren Geschmacks wird er oft in Kombination mit anderen beruhigenden Kräutern (z.B. Melisse, Baldrian) verabreicht.
Fundort & Vorkommen
Künstlich kultiviert, primär in Anbaugebieten für die Brau- und Heilkunde.