⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Stechpalme
Ilex aquifolium
Geschichte & Hintergrund
Die Stechpalme wird seit jeher als heilige Pflanze der Kelten geschätzt. Sie wird in der traditionellen Naturheilkunde als selten verwendetes Schmerzmittel bezeichnet und galt zur Linderung von Rheumaschmerzen, Kopfschmerzen oder Leberstechen durch Stauungen. Ihre Beständigkeit und Schönheit haben sie zu einem Symbol für Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit gemacht.
Eigenschaften
- Entzündungshemmend (besonders bei fieberhaften Zuständen)
- Schmerzlindernd (wirksam bei rheumatischen und lokalisierten Schmerzen)
- Wundheilungsfördernd (besonders bei Nervenschädigungen)
- Kardial- und diuretisch unterstützend
Anwendungsgebiete
- Frische Verletzungen mit Nervenschädigung (in Kombination mit Arnika und Calendula)
- Brandwunden, Stichwunden, Tierbisse oder nach Operationen
- Innerer Gebrauch bei Melancholie, Depressionen oder erregbarem Gemüt
- Unterstützend bei Fieberzuständen (z.B. Pneumonie, Pleuritis, Masern)
- Bei Seitenstechen, Ikterus und Wassersucht
Zubereitung
Die Zubereitung erfolgt typischerweise durch die Mazeration der Teile in Alkohol. Frisch gesammelte Blätter können fein zerkleinert und in 45-prozentigem Ethanol zur Urtinktur mazeriert werden. Im Herbst werden die frischen Beeren separat als Tinktur in 45-prozentigem Ethanol angesetzt. Die beiden Extrakte werden anschließend zur gleichen Menge zu einer kombinierten Urtinktur weiterverarbeitet. Bitte beachten Sie: Die Stechpalme ist giftig und sollte nur angewendet werden, wenn die Dosierung durch einen Experten bestimmt wurde.
Fundort & Vorkommen
In den Berggegenden Europas, Asiens und Südamerikas.