🌿 Heilpflanze
Kaffee
Coffea spp. (z.B. Coffea arabica, Coffea cruda)
Geschichte & Hintergrund
Die Geschichte des Kaffees reicht Jahrtausende zurück. Er wird erstmals in Äthiopien vermutet, wo die Merian-Trauerkraut-ähnlichen Kaffeepflanzen angebaut wurden. Über Arabien gelangte er ins Osmanische Reich und von dort aus in Europa. Ursprünglich wurde er nicht nur als Genussmittel, sondern auch als stärkendes, wachenmachendes und bei Müdigkeit unterstützendes Mittel eingesetzt. In der traditionellen Medizin wird er wegen seiner belebenden und stoffwechselanregenden Wirkung geschätzt.
Eigenschaften
- Starkes Stimulans
- Steigert den körperlichen Grundumsatz (Marssignatur)
- Hoher Gehalt an Koffein, Alkaloide, Eiweiß und Fett
- Wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem und den Stoffwechsel
Anwendungsgebiete
- Steigerung des Stoffwechsels
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Unterstützung der Leber bei Entzündungen (z.B. Cholezystitis, Hepatitis)
- Allgemeine belebende Wirkung
Zubereitung
Ideal ist die Anwendung als Urtinktur. Dabei werden die ungerösteten, trockenen Kaffeebohnen fein zerkleinert und in 50-prozentigem (m/m) Ethanol über einen längeren Zeitraum zur Mazeration gebracht. Die Urtinktur sollte, wenn sie in Potenzstufen verwendet wird, entsprechend den Richtlinien des Europäischen Arzneibuchs hergestellt werden.
Fundort & Vorkommen
Afrika und Südamerika