🌿 Heilpflanze
Steinklee
Melilotus officinalis
Geschichte & Hintergrund
Alte Vorfahren verwendeten Steinklee schon bei Reisen, indem sie das Kraut in die Schuhe steckten. Dies sollte die Reise erfolgreich machen und einen guten Duft verleihen. Historisch wird er nicht nur wegen seiner ästhetischen Blüte, sondern auch wegen seiner traditionellen heilenden Eigenschaften geschätzt.
Eigenschaften
- Venostärkend und gefäßstützend: Dank des Wirkstoffs Cumarin verbessert er den venösen Rückfluss des Blutes und stärkt die Gefäße.
- Blutverflüssigend: Er hilft, das Blut zu mobilisieren und zu verflüssigen.
- Entzündungshemmend und beruhigend: Ideal zur Behandlung von gereizten und entzündeten Gefäßen.
- Aromatisch: Die Blüten duften intensiv nach Sommer und Heu.
Anwendungsgebiete
- Krampfadern (Varizen)
- Besenreißer und entzündete Venen
- Durchblutungsstörungen des venösen Kreislaufs
- Wundheilungsfördernd (äußerlich)
Zubereitung
1. Venensalbe: Getrocknete Steinkleeblüten werden mit einem Trägermittel (z.B. Schweineschmalz, Sheabutter oder Ghee) bei schwacher Hitze über 20 Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird eine Mischung aus Bienenwachs und pulverisierter Eichenrinde untergemischt. 2. Tinktur: Die frischen Blüten und Blätter können in einem 40-prozentigen Alkohol (Ethanol) zur Herstellung einer Urtinktur mazeriert werden. 3. Topisch: Die Blüten können auch für die Herstellung von Wickeln verwendet werden.
Fundort & Vorkommen
Steinklee ist weit verbreitet in Europa, Westasien und Nordamerika. Er wächst typischerweise an unbearbeiteten Wiesenrändern, an Bahndämmen sowie auf trockenen, steinigen Böden.