⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Kermesbeere
Phytolacca americana
Geschichte & Hintergrund
Die Kermesbeere hat eine lange und traditionelle Geschichte in der Heilkunde. Zahlreiche historisch-medizinisches Werke (wie die Arbeiten von Boericke, Clarke, DHU oder Hahnemann) belegen ihre Nutzung. Historisch wurde die Pflanze wegen ihrer innerlichen und äußeren Anwendungen geschätzt, wobei insbesondere die äußere Anwendung von Blättern bei Hauterkrankungen bekannt war. Ihre Nutzung reicht von der Wurzel bis zu den reifen Beeren.
Eigenschaften
- Starkes Aktivator des Immunsystems und des Lymphsystems (ähnlich Echinacea).
- Enthält potente Stoffe wie Lectine und Triterpensaponine.
- ACHTUNG: Die Pflanze gilt als giftig und ist mit Vorsicht zu verwenden.
Anwendungsgebiete
- Lymphsystemerkrankungen und Probleme der weiblichen Geschlechtsorgane.
- Behandlung von Entzündungen, Schwellungen und Verhärtungen in Drüsen (z.B. Tonsillen, Parotis, Brustdrüsen).
- Anwendung bei Problemen im Faser-, Knochen- und Muskelgewebe (Faszien und Muskelhäute).
Zubereitung
Die frischen Wurzeln werden traditionell im Herbst spätabends geerntet, wenn sich der abnehmende Mond im Tierkreiszeichen Stier, Jungfrau oder Steinbock befindet. Die Wurzeln müssen fein zerkleinert und in 50-prozentigem (m/m) Ethanol zur Urtinktur mazeriert werden.
Fundort & Vorkommen
Nordamerika, wird aber auch kommerziell in Deutschland angebaut.