🌿 Heilpflanze
Quebracho
Quehrachia Lorentzii Gris. (Synonyme: Loxopterygium Lorentzii Gris., Schinopsis Lor.)
Geschichte & Hintergrund
Historisch ist Quebracho eng mit der Geschichte Südamerikas verknüpft. Der Name selbst leitet sich von seinem charakteristischen, äußerst hartnäckigen und dichten Holz ab. Dieses Holz war über Jahrhunderte hinweg von immenser Bedeutung, da es aufgrund seines extrem hohen Gerbstoffgehalts ideal für die Tanninproduktion und die Verarbeitung von Leder war. Es galt als wertvolles Gut und ist ein Zeugnis der reichen pflanzlichen Ressourcen des südamerikanischen Kontinents.
Eigenschaften
- Sehr reich an Gerbstoffen (Tanninen)
- Enthält Gallus- und Ellagsäure sowie Fisetin
- Wirkt stark adstringierend (zusammenziehend)
- Besitzt regenerierende und heilende Eigenschaften (durch harziges Gummi und sekundäre Pflanzenstoffe)
Anwendungsgebiete
- Wundheilung und -desinfektion (durch adstringierende Wirkung)
- Verdauungsbeschwerden (z.B. bei Durchfall, da die Gerbstoffe die Schleimhäute zusammenziehen)
- Entzündliche Hautzustände (durch die heilende Wirkung des Harzes)
Zubereitung
Typischerweise wird das Holz oder die Rinde für die Herstellung von Tinkturen, hochkonzentrierten Dekokten oder als Harzpaste verwendet. Die Gerbstoffe sind in Wasser gut lösliche, aber auch in Alkohol leicht zu extrahierende Verbindungen. Für äußere Anwendungen dienen die gemahlenen oder gekochten Rindenstücke.
Fundort & Vorkommen
Südamerika