🌿 Heilpflanze
Weinraute
Ruta graveolens
Geschichte & Hintergrund
Die Weinraute ist eng mit dem Wort 'Rue' verwandt, welches im Englischen und Altgriechischen einen ähnlichen Klang hat. Im Mittelalter gab es bereits Kenntnis von der Pflanze und ihrer Wirkung. Sie wurde historisch genutzt – und ist bis heute bekannt – um ihre potenziell abortive Wirkung, die in der Schulmedizin als hochwirksam gilt. Die Nutzung der Pflanze für Reproduktionskontrolle ist daher tief in der historischen Medizin verwurzelt.
Eigenschaften
- Augenstärkend
- Verdauungsfördernd
- Durchblutungsfördernd
- Stimmungslockernd
- Enthält Gerbstoffe, Furanocumarine, Alkaloide und Bitterstoffe
Anwendungsgebiete
- Sehschwäche und Augenüberanstrengung (besonders wirksam als Tinktur)
- Verdauungsstörungen und Unterstützung des weiblichen Kreislaufs (z. B. Wechseljahrsbeschwerden)
- Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen der Bänder
- Knochen- und Sehnenhautentzündungen
Zubereitung
Die Pflanze kann als Tinktur, Aufguss oder in Form von ätherischen Ölen angewendet werden. Zur optimalen Aufnahme der ätherischen Öle empfiehlt sich die Zubereitung einer Urtinktur (z.B. durch Mazeration des frischen Krauts in 40-prozentigem Alkohol für 14 Tage).
Fundort & Vorkommen
Vornehmlich eine Mittelmeerpflanze. Sie wird in Südwesteuropa und Nordafrika an sonnigen Plätzen angebaut oder verwildert.