🌿 Heilpflanze
Seifenrindenbaum
Quillaja saponaria
🌬️ Atemwege & Hals
Geschichte & Hintergrund
Quillaja leitet sich von Quillai oder Cullay ab, dem chilenischen Namen des Baumes; quillean bedeutet in der Eingeborenensprache waschen – die Rinde diente als Waschmittel. Als Seifen- oder Panamarinde ist sie in Südamerika lange bekannt und wird seit 1832 nach Europa eingeführt. Technisch dient sie bis heute zur Herstellung von Kopf-, Mund- und Haarwässern sowie als farbenschonendes Waschmittel.
Eigenschaften
- Saponinreich: Schäumt in Wasser wie Seife – daher der Name.
- Auswurffördernd: Innerlich als Expektorans bei zähem Auswurf gebraucht.
- Reizend: Saponine reizen die Schleimhäute; zu hohe Mengen sind nicht unbedenklich.
- Großer Baum: Wird 15 bis 18 m hoch, mit lederigen, entfernt gesägten Blättern.
Anwendungsgebiete
- Bronchitis mit zähem Auswurf
- Festsitzender Husten
- Äußerlich für Haarwässer und Waschungen
Zubereitung
Verwendet wird die getrocknete Rinde. Von einem Dekokt aus 1,5 bis 5 g auf 150 g gibt man Erwachsenen alle zwei bis drei Stunden einen Esslöffel, Kindern einen Teelöffel. Wegen des hohen Saponingehalts nicht auf leeren Magen und nicht über längere Zeit anwenden.
Fundort & Vorkommen
Heimisch in Chile und Peru, in Südeuropa kultiviert.
Traditionell genutzt bei
BronchitisHusten