🌿 Heilpflanze
Staphisagria
Stephanskörner
Geschichte & Hintergrund
Die Pflanze ist in der antiken Geschichte bekannt; bereits bei Hippokrates (Hipp.) wurde sie als Staphisagria bezeichnet. Ihr Name wurde historisch auch unter ähnlichen Bezeichnungen geführt (z. B. Astaphis), was auf eine lange und wechselnde Verwendung in der traditionellen Medizin hinweist. Sie wird traditionell geschätzt, nicht nur wegen ihrer Wirkung, sondern auch wegen ihrer historischen Verankerung in der Pflanzenheilkunde.
Eigenschaften
- Enthält charakteristische Alkaloide wie Delphinin, Eelphisin, Delphinoidin und zusammenfassend Staphisagrin.
- Wirkt stark insektizid (gegen Ungeziefer).
- Hat eine antimikotische und stark adstringierende Wirkung (durch die enthaltenen Alkaloide).
Anwendungsgebiete
- Wurm-mittel (intern)
- Darreichungsmittel (Drasticum und Emeticum zur Reinigung der inneren Schleimhäute)
- Prurigo senilis (Öl des Samens gegen chronische Hautentzündungen)
- Insekticidum (als Pflanzenschutz und gegen Hautungeziefer)
Zubereitung
Die Samen werden traditionell zu Salbenform verarbeitet. Zusätzlich kann das Öl der Samen gegen Hautprobleme angewendet werden. Aufgrund des hohen Gehalts an Alkaloiden ist Vorsicht bei der innerlichen Anwendung geboten; die Zubereitung sollte idealerweise durch einen erfahrenen Naturheilkundler erfolgen.
Fundort & Vorkommen
Primär Südeuropa, wobei ähnliche Arten in Südf랑kreich und Italien beheimatet sind. Sie gehört zur Familie der Ranunculaceae.