⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Strophanthus
Strophanthus spp. (Gattung)
Geschichte & Hintergrund
Die Verwendung von Arten der Gattung Strophanthus reicht bis in die traditionelle Medizin und die Geschichte der Giftverwendung zurück, wobei einige Arten historisch auch als Quelle von giftigen 'Pfeilgiften' betrachtet wurden. Ihre medizinische Wertschätzung nahm maßgeblich zu, als im 18. Jahrhundert die wissenschaftliche Entdeckung der Herzglykoside (Digitalis-Verwandte) erfolgte. Seitdem werden die wirksamen Substanzen aus der Pflanze intensiv erforscht und therapeutisch genutzt.
Eigenschaften
- Herzglykoside: Enthält Substanzen, die die Kontraktionskraft des Herzmuskels stärken (positive inotrope Wirkung).
- Arrythmie-regulierend: Wirkt durch Beeinflussung der Herzfrequenz und des Erregungsleitungsritmus (chronotrop und dromotrop).
Anwendungsgebiete
- Chronische Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
- Tachykardien und Herzrhythmusstörungen
Zubereitung
Die Wirkstoffe werden heute primär als standardisierte, hochreine Glykoside (wie Strophanthin) gewonnen. Aufgrund der potenziell giftigen Natur der Rohstoffe ist eine Verschreibung nur unter strenger Kontrolle eines erfahrenen Heilpraktikers oder Arztes möglich. Die Anwendung erfolgt in Form von konzentrierten Medikamenten, die spezifische Blutspiegelziele erreichen müssen.
Fundort & Vorkommen
Tropische Regionen Afrikas (z.B. Sierra Leone) und Ostafrika.