🌿 Heilpflanze
Tausendgüldenkraut
Centaurium erythraea
Geschichte & Hintergrund
Bereits in der Antike nutzten die alten Griechen das Kraut aufgrund seiner kräftigenden und verdauungsfördernden Wirkung. Der Name der Gattung ist historisch eng mit dem Zentauren Chiron verbunden, der in der griechischen Mythologie für seine Kenntnisse der Pflanzenheilkunde berühmt war. Im Altertum wurde die Pflanzengattung auch 'Fei terrae' (Galle der Erde) genannt, was auf ihr extrem bitteres Aroma zurückzuführen ist.
Eigenschaften
- Bitterstoffreiche Wirkung (erhöht den Speichelfluss und Magensaft)
- Appetitanregend und kräftigend
- Nervenstärkend und verdauungsfördernd
- Wirkung auf die Regeneration von Magen- und Verdauungssäften
Anwendungsgebiete
- Appetitlosigkeit und Anorexie
- Magen-Darm-Trägheit, Blähungen und Völlegefühl
- Chronische Magen-Darm-Verdauungsschwäche
- Schwächung des Körpers und der Psyche (Toning)
- Unterstützung bei Mangel an Verdauungssekreten
- Sodbrennen (als allgemeine Magenunterstützung)
Zubereitung
Als Tee: 1 bis 1,2 Unzen (ca. 31,1 g) des getrockneten Krauts auf 1/2 Liter Wasser (Centaury Tea), drei- bis viermal täglich vor den Mahlzeiten trinken. Als Tinktur: 10 bis 25 Tropfen auf 1 Liter Wasser, dreimal täglich eine Tasse voll.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich ein mediterranes Kraut, das historisch in Europa verbreitet ist. Auch in Amerika (durch ähnliche Arten der Gattung Sabatia) vorkommend.