🌿 Heilpflanze
Virginischer Zauberstrauch
Hamamelis virginiana
Geschichte & Hintergrund
Der Name setzt sich aus hamatus – hakig und dem griechischen mélon – Apfel zusammen, bedeutet also Hakenfrucht. Zaubernuss und Zauberstrauch verdanken ihre Namen dem Umstand, dass die Indianer Nordamerikas die Zweige als Wünschelrute zum Auffinden verborgener Schätze benutzten; die Abkochung von Rinde und Blättern setzten sie gegen viele Krankheiten ein. 1736 führte Collinson die Pflanze nach Europa ein. Bis heute ist das Destillat aus frischen Blättern und Zweigen eines der meistgebrauchten Venenmittel.
Eigenschaften
- Zusammenziehend: Stark adstringierend durch hohen Gerbstoffgehalt.
- Venenstärkend: Das klassische Mittel bei Krampfadern und Venenentzündung.
- Blutstillend: Gilt als sehr gutes Hämostyptikum.
- Winterblüher: Die kleinen gelben Blüten öffnen sich im Spätherbst und Winter.
Anwendungsgebiete
- Krampfadern und Venenentzündung
- Hämorrhoiden
- Offene Beine und schlecht heilende Wunden
- Blutungen
- Thrombose und Venenstauungen
Zubereitung
Verwendet werden Blätter sowie die frische Rinde von Zweigen und Wurzeln. Innerlich sind 10 bis 15 Tropfen des Extraktes dreimal täglich üblich. Äußerlich wird das Destillat als Umschlag oder Waschung angewandt – hier liegt die Hauptanwendung.
Fundort & Vorkommen
Als Unterholz in den Laubmischwäldern des östlichen Nordamerika. Der Strauch wird bis zu sieben Meter hoch.