🌿 Heilpflanze
Weide
Salix alba
War historisch die Grundlage für die Entwicklung des Medikaments Aspirin.
Geschichte & Hintergrund
Die Weide ist historisch als 'Baum der Trauer' bekannt, gilt aber gleichzeitig als Symbol für extremen Lebenswillen und Regenerationskraft. Seit der Antike wurde die Rinde aufgrund ihrer schmerzlindernden Wirkung genutzt. Bis zur Entdeckung der Acetylsalicylsäure (Aspirin) aus dem Weidenrindenwirkstoff Salicin nutzten Menschen die Rinde bereits traditionell zur Behandlung von Schmerzen, Gicht und Fieber.
Eigenschaften
- Schmerzlindernd
- Fiebersenkend
- Entzündungshemmend
- Antirheumatisch
- Schleimhautschützend
- Krampflösend
Anwendungsgebiete
- Gichtanfälle
- Rheumatische Beschwerden (Rheuma)
- Hexenschuss
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Fieberhafte Erkrankungen
Zubereitung
Die Wirkung wird primär über den Tee aus der getrockneten Rinde erzielt. Geeignet ist die Zubereitung als Tee: 1–2 gehäufte Teelöffel getrocknete Rinde mit etwa ¼ l kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Der Tee kann über den Tag verteilt getrunken werden. (Achtung: Bei längerer Einnahme Vorsicht bei der Blutstillung.)
Fundort & Vorkommen
Sie bevorzugt Standorte in der Nähe von Gewässern und gedeiht in feuchten, nährstoffreichen Böden. Sie ist ein sehr widerstandsfähiger und regenerativer Baum, der auch aus abgebrochenen Stämmen wieder austreiben kann.