⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Yagé
Banisteria caapi
Geschichte & Hintergrund
Die Gattung trägt den Namen des Forschungsreisenden John Baptist Banister aus dem 17. Jahrhundert. Yagé, Caapi, Ayahuasca – „Wein des toten Mannes" –, Nepe, Pinde und Natema sind Namen der indigenen Völker für dasselbe Getränk. In Nordbrasilien, Venezuela und Kolumbien bereiten Indianerstämme aus der Liane unter feierlichen Zeremonien einen Trank, durch dessen Genuss sie prophetische Gaben zu erlangen hoffen. Madaus beschreibt den Rausch als lebhafte Visionen mit optischen und akustischen Täuschungen, wilden Träumen und Krämpfen.
Eigenschaften
- Rausch- und Ritualpflanze: Zentrale Zeremonialpflanze indigener Völker des Amazonasgebiets – kein Hausmittel.
- Giftig: Ruft Zuckungen und epileptiforme Krämpfe hervor; der Rausch ist mit erheblichen körperlichen Reaktionen verbunden.
- Liane: Die Stengelstücke der Kletterpflanze bilden die Droge.
- Nur dokumentarisch: Der Eintrag beschreibt einen überlieferten Kultgebrauch, keine Anwendungsempfehlung.
Anwendungsgebiete
- Zeremonialgetränk indigener Völker Südamerikas
- Historisch als Rauschmittel bei Ritualen
- Keine heilkundliche Anwendung
Zubereitung
Die Droge besteht aus den Stengelstücken der Liane, die in traditionellen Zeremonien über Stunden ausgekocht werden. Dieser Eintrag ist rein dokumentarisch. Die Pflanze ist giftig, der Rausch geht mit Erbrechen, Kreislaufreaktionen und Krämpfen einher, und es bestehen schwere Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten. Kein Selbstversuch – der Eintrag zeigt, womit in alten Kulturen gearbeitet wurde, und ist keine Anleitung.
Fundort & Vorkommen
In den Regenwäldern Nordbrasiliens, Venezuelas, Kolumbiens und Ecuadors.